Fichtenreizker
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Klasse Basidiomycetes Sachs ex Winter
Unterklasse Homobasidiomycetidae
Ordnung -
Familie Russulaceae Lotsy 1907
Gattung Lactarius Pers. 1797
Wissenschaftlicher Artname Lactarius deterrimus Gröger 1968
Wissenschaftliche Synonyme Lactarius deliciosus var. deterrimus (Gröger) Hesler & A.H. Sm. 1979
Deutscher Artname Fichtenreizker
Deutsche Synonyme Echter Reizker, Blutreizker, Edelreizker

Hut und Fruchtkörper 3- 12cm breit, Farbe zunächst orangerot, später grünlich gezont. Alte Exemplare oft völlig grün. Hut gewölbt, später niedergedrückt bis trichterförmig. Rand eingerollt
Poren -
Hymenophor (Röhren, Lamellen...) angewachsen-herablaufend und hell orangefarben, später grün fleckend
Stiel hohl und bis 7cm hoch und 2cm dick, orangefleischrötlich
Fleisch gelblichblass, fest, im Alter auch grünlich u. brüchig, Geruch obstartig, Geschmack herb bis bitterlich, Geruch süsslich, obstartig
Chemische Reaktionen -
Sporenpulver hellocker
Mikroskopische Merkmale -
Vorkommen Von August bis November bei Fichten sehr häufig
Verwechslungen Von anderen ungenießbaren oder giftigen Milchlingen unterscheiden sich der Fichtenreizker sowie die anderen verwandten essbaren Arten durch ihre rötliche Milch. Essbare rotmilchende Reizker sind: Edel- oder Echter Reizker (L. deliciosus), Lachsreizker (L. salmonicolor), Grünender Kiefernreizker (L. semisanguifluus), Grauer Kiefernreizker (L. quieticolor) u. Weinroter Kiefernreizker (L. sanguifluus). Äußerlich ist der giftige Birkenreizker (L. torminosus) dem Fichtenreizker am ähnlichsten. Er sondert jedoch weiße Milch ab.
Geniessbarkeit Obwohl der Fichtenreizker von den bei uns vorkommenden Reizkerarten mit roter Milch der minderwertigste ist, wird er aufgrund seiner Häufigkeit am meisten gesammelt. Er sollte jedoch nicht gekocht sondern nur gebraten werden, da das Fleisch sonst weich wird
Wissenswertes Nach dem Verzehr von Fichtenreizkern kann sich der Urin rötlich verfärben, was aber kein Anzeichen einer Erkrankung ist. Die rote Milch bei den Reizkern bürgt für Essbarkeit, da alle ungenießbaren und giftigen Milchlinge weiße oder wässerige Milch besitzen.
Gefährdung Nicht gefährdet
Autor Walter J. P.