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Donnerstag, 09. September 2010

Xerocomus parasiticus (Bulliard: Fries) Quélet 1888 - Parasitischer Röhrling

Klasse

Basidiomycetes Sachs ex Winter

Unterklasse

Homobasidiomycetidae

Ordnung

Boletales Gilbert 1931

Familie

Boletaceae Chevallier 1826

Gattung

Xerocomus Quélet 1887

Wissenschaftlicher Artname

Xerocomus parasiticus (Bulliard: Fries) Quélet 1888

Wissenschaftliche Synonyme

Boletus parasiticus Bulliard 1790: Fries

Deutscher Artname

Parasitischer Röhrling

Deutsche Synonyme

Keine bekannt

Hut und Fruchtkörper

jung halbkugelig, im Alter polsterförmig, fein filzig, oliv-gelb bis oliv–braun, Mitte dunkler, Rand scharf, die Röhren überragend

Poren

eckig, gelb, alt - olivbräunlich

Hymenophor
(Röhren, Lamellen...)

bis 0,6 mm lang, gelb, bisweilen mit Olivton, am Stiel strichförmig herablaufend, an dieser Stelle rot

Stiel

bis 6 cm lang, hellbraun bis olivgelb, braun längsfaserig, mit kleinen Flöckchen und Schüppchen besetzt

Fleisch

hellgelb, im Schnitt manchmal schwach rötend

Chemische Reaktionen

unspezifisch,mit Laugen bräunlich,mit Säuren orange-bräunlich,blaugrau im Fleisch

Sporenpulver

dunkel rotbraun mit Olivton

Mikroskopische Merkmale

Sporen elliptisch, spindelig, glatt, bräunlich, mit Tropfen, 12,7-18 x 4,4-5,6 µm, Q: 2,5-3,4

Vorkommen

Parasitisch an der Basis und an den Myzelsträngen von Scleroderma citrinum (Dickschaliger Kartoffelbovist)

Verwechslungen

Wenn man den Standort und das büschelige Wachstum beachtet nicht möglich

Geniessbarkeit

Kein Speisepilz

Wissenswertes

X. parasiticus ist der einzige europäische parasitisch lebende Röhrling und dadurch unverwechselbar. Er ernährt sich aber nicht rein von den Kartoffelbovisten, sondern bildet durchaus eine Mykorrhiza mit verschiedenen Bäumen. Der einzige Grund, warum er parasitisch lebt, ist, dass er von der Mykorrhiza nicht genug Nährstoffe bekommt und sich diese anderswärtig holen muss.

Gefährdung

Nicht gefährdet, aber selten und schützenswert.

Autor

Pete Longhorn