Sie sind hier: Pilzarten / Pilze wissenschaftliche Artnamen / Pilze B / Boletus calopus
Deutsch
Samstag, 04. September 2010

Boletus calopus Persoon 1801: Fries 1821 - Schönfuß-Röhrling

Klasse

Basidiomycetes Sachs ex Winter

Unterklasse

Homobasidiomycetidae

Ordnung

Boletales Gilbert 1931

Familie

Boletaceae Chevallier 1826

Gattung

Boletus Linnaeus 1753 (nom. cons)

Wissenschaftlicher Artname

Boletus calopus Persoon 1801: Fries 1821

Wissenschaftliche Synonyme

Boletus pachypus Fries 1825: Fries p. p.

Deutscher Artname

Schönfuß-Röhrling

Deutsche Synonyme

Hut und Fruchtkörper

Hut junf halbkugelig, im Alter polsterförmig ausgebreitet, nie verflachend, 5-30 cm. breit, in allen mögliche Braun-, Rot- oder sogar Olivtönen, Grundton immer braun, fein filzig-samtig, im Alter verkahlend und gelegentlich rissig.

Poren

jung hellgelb, im Alter schmutziger Gelb mit Olivton, bei Berührung deutlich blauend

Hymenophor
(Röhren, Lamellen...)

Röhren den Poren geichfarben, alt mit Olivton, auf Druck und im Schnitt blauend

Stiel

Form recht variabel, von schlank bis dick oder sogar keulig/bauchig, Spitze gelblich, nach unten immer intensiver rot, an der Basis allerdings mit Brauntönen, von einem deutlichen, grobmaschigen, hell- bis gelbbräunlichem Netz. Bei starker Sonneneinwirkung kann das Rot des Stiels fehlen oder sich schwärzlich verfärben, was für einige Verwirrung sorgen kann.

Fleisch

gelblich, im Schnitt sofort recht stark blauend, in der Basis oft rötlich gefärbt, Geruch unbedeutend, Geschmack sehr bitter

Chemische Reaktionen

Amylon-Rektion stark positiv

Sporenpulver

braun-oliv

Mikroskopische Merkmale

Sporen spindelig, elliptisch, glatt, gelb, dickwandig, mit Tropfen, 10-16 x 4-6 µm,

Vorkommen

bevorzugt in Nadelwäldern bei Fichte, aber auch im Laubwald vor allem bei Buche, meidet kalkhaltige Böden, bevorzugt nährstoffarme, saure, sandige oder lehmige Böden, vorzugsweise in montanen Lagen.

Verwechslungen

Der helle Hut in Verbindung mit dem stark blauenden und sehr bitter Fleisch sowie den gelben Poren und dem roten, genetzten Stiel machen die Art unverwechselbar.

Geniessbarkeit

schwach giftig

Wissenswertes

Kollektionen mit nur schwach roten Stiel und schwacher Amylon-Reaktion sollten mit Boletus pachypus verglichen werden.

Gefährdung

nicht gefährdet, gebietsweise recht häufig

Autor

Pete Longhorn