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Freitag, 10. September 2010

Amanita phalloides (Fries 1821: Fries 1821) Link 1833 - Grüner Knollenblätterpilz

Klasse

Basidiomycetes Sachs ex Winter

Unterklasse

Homobasidiomycetidae

Ordnung

Agaricales Clements

Familie

Amanitaceae Heim 1983, ss. restr.

Gattung

Amanita Persoon 1797, nom. cons.

Wissenschaftlicher Artname

Amanita phalloides (Fries 1821: Fries 1821) Link 1833

Wissenschaftliche Synonyme

Amanita viridis Persoon 1801

Deutscher Artname

Grüner Knollenblätterpilz

Deutsche Synonyme

Grüner Mörder, Mörderschwamm, Gift-Wulstling, Grüner Wulstling, Grüner Gift-Wulstling

Hut und Fruchtkörper

jung kugelig und in ein Velum universale gehüllt, im Alter ausgebreitet bis aufgebogen, Oberfläche radialfaserig, weiß-grün bis dunkeloliv-grün, nur selten mit Velumresten

Poren

Hymenophor
(Röhren, Lamellen...)

jung weiß, später gelblich, Schneiden glatt

Stiel

weißlich, grünlich genattert, Ring häutig, weiß bis grünlich, oberseits gerieft, Basis in eine häutige Volva mündend

Fleisch

weiß, unter der Huthaut geblich, im Stiel faserig, Geruch süßlich, nach Honig, im Alter unangenehm, Geschmack mild, nussig

Chemische Reaktionen

keine bekannt

Sporenpulver

weiss

Mikroskopische Merkmale

Sporen rundlich bis breitelliptisch, glatt, hyalin, 7,5-10 x 6,5-8,5 µm, Q: 1,1-1,3, J+

Vorkommen

in Laub- (vor allem Eiche, Buche) und seltener Nadelwäldern (vor allem Fichte), innerhalb und ausserhalb von Wäldern

Verwechslungen

Wenn man auf das faserige Fleisch, den Ring und die häutig-lappige Volva an der Stielbasis achtet, mit keinen Speisepilzen möglich

Geniessbarkeit

tödlich giftig

Wissenswertes

Der Grüne Knollenblätterpilz gilt als der Giftpilz schlechthin, denn nicht umsonst gehen über 90% aller tödlichen Pilzvergiftungen auf sein Konto. Das besonders heimtückische an dem Pilz ist, dass die Latenzzeit bis zu 48 Stunden betragen kann und die Organe bis dahin schon irreversibel geschädigt sind. Bei den Giften des grünen Knollenblätterpilzes handelt es sich hauptsächlich um verschiedene Polypeptide: Es gibt die Amanitine (α-Amanitin, β-Amanitin, γ-Amanitin) und die Phallotoxine (Phalloin, Phalloidin, Phallicin, Phallacidin). Die ersten Symptome einer Vergiftung sind Brechdurchfälle. Diese klingen allerdings rasch ab um nach ca. 5 Tagen wieder zu erscheinen. Nach dem erneuten Auftreten eines Vergiftungsschubs wird die Leber so stark geschädigt, dass man an einem Leberversagen stirbt. Der Grüne Knollenblätterpilz enthält zwar sogar das Gegengift zu den Amanitinen, das Antanamid, allerdings in zu geringer Konzentrierung, als dass es wirken könnte. Es gibt die Varietät A. phalloides var. verna (Weißer oder Frühling-Knollenblätterpilz), welche in allen Teilen weiß bis cremefarben gefärbt ist.

Gefährdung

nicht gefährdet

Autor

Pete Longhorn